Hoffnung bei schwerem Übergewicht! Adipositaschirurgie am Klinikstandort Hollabrunn Adipositas ist krankhaftes Übergewicht, bei dem der Body-Mass-Index
(BMI) lt. WHO-Definition über 30 liegt (Gewicht (kg) / Größe (m)2
). Dieser komplexen, chronisch wiederkehrenden Erkrankung liegen verschiedene Ursachen zugrunde. |
In Österreich sind davon jeder fünfte Mann und jede sechste Frau betroffen. Ein modernes Therapiezentrum am Landesklinikum Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn, Klinikstandort Hollabrunn setzt auf Erfahrung, Innovation und Menschlichkeit.
Ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Adipositas ist eine genetische Veranlagung, die zu einer Störung des Hunger- bzw. Sättigungsgefühls führt. Wer mit starkem Übergewicht zu kämpfen hat, sieht sich oft nicht nur mit gesundheitlichen Problemen (wie z.B.
Bluthochdruck und Diabetes), sondern auch mit gesellschaftlichen Vorurteilen konfrontiert.
„Die Erkrankten leiden vielfach an einem verringerten Selbstwertgefühl. Selbstzweifel und Schuldgefühle, Ausgrenzung und Mobbing führen bei vielen Betroffenen zu einer weiteren Verschlechterung des Essverhaltens („Frustessen“) und damit zu einer Gewichtszunahme“, weiß Dr. Philipp Beckerhinn, der als geschäftsführender Oberarzt (GOA) das NÖ Zentrum für metabolisch-bariatrische Chirurgie („Übergewichtschirurgie“) am Klinikstandort Hollabrunn leitet. „Diäten und andere Formen der einseitigen Ernährung resultieren fast immer in einem „JoJo-Effekt“: nach vorübergehender Gewichtsreduktion übersteigt die neuerliche
Gewichtszunahme das Ausgangsgewicht.“
Die gute Wirksamkeit von neuen, medikamentösen Ansätzen in der Adipositas-Therapie ist meist auf die Dauer der Anwendung beschränkt. Dem gegenüber steht die chirurgische Behandlung der Adipositas: eine seit vielen Jahren weltweit angewandte, etablierte und heute
sehr sichere Therapieoption, die auch einen langanhaltenden Erfolg erwarten lässt und die Begleiterkrankungen verbessert. Im „NÖ Zentrum für metabolisch bariatrische Chirurgie“ am Landesklinikum Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn, Klinikstandort Hollabrunn finden Betroffene professionelle Hilfe und eine Perspektive auf ein gesünderes Leben.
„Niemand sucht sich Adipositas aus. Wir Medizinerinnen und Mediziner sehen uns in der Pflicht, diese Krankheit mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglich zu behandeln“, so GOA Dr. Philipp Beckerhinn. „Ein spezialisiertes Team der Chirurgie, der Anästhesie, der Diätologie, der Physiotherapie und eine klinische Psychologin begleiten die Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg – vom Erstgespräch über die Vorbereitung auf die Operation, den Eingriff selbst und bis zur langfristigen Nachsorge. Seit kurzem haben wir die
Vorbereitung auf die Operation um eine hochspezialisierte internistische Begutachtung der Hochrisikopatientinnen und -patienten durch die Adipositasambulanz am Klinikstandort Stockerau erweitert.“
Ab einem BMI von 40 bzw. 35 bei vorhandener Begleiterkrankung werden diese Eingriffe, am häufigsten kommt die Magenbypass-Operation (Magenverkleinerung mit Umgehung eines Großteils des Magens und des ersten Dünndarmabschnitts) zur Anwendung, von der Sozialversicherung bewilligt. In der Regel werden die Operationen in minimal-invasiver
(laparoskopischer) Technik durchgeführt. Diese schonende Operationstechnik ermöglicht eine rasche Erholung, sodass die Entlassung meist schon am zweiten postoperativen Tag erfolgt.
Welcher Eingriff der richtige ist, welche eventuellen Risiken dabei auftreten können und welcher realistische Erfolg nach der Operation zu erwarten ist, wird in ausführlichen Beratungsgesprächen mit den Betroffenen festgelegt. Doch auch nach der Operation endet die Betreuung nicht: regelmäßige Kontrollen in der Nachsorge-Ambulanz am Klinikstandort Hollabrunn, die interdisziplinär durchgeführt werden, sichern die nachhaltigen Erfolge ab.
Auch sogenannte Wiederherstellungsoperationen (Entfernung des Hautüberschusses nach erfolgreicher Gewichtsabnahme) können in Hollabrunn durchgeführt werden.
„Besonderes Augenmerk wird auf ein medizinisch kompetentes, wertschätzendes und patientenorientiertes Betreuungsverhältnis gelegt, um den Weg bis zur Operation und den Aufenthalt rund um den Eingriff für die Patientinnen und Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten“, betont GOA Dr. Philipp Beckerhinn.
Das NÖ Zentrum für Übergewichtschirurgie am Klinikstandort Hollabrunn des Landesklinikums Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn ist seit Jahren österreichweit unter den Abteilungen mit den meisten adipositas-chirurgischen Operationen. In den letzten Jahren wurden durchschnittlich rund 250 Eingriffe jährlich gemacht.
|  |