Hintergrund dieser Aktion ist die zunehmende Abweisung niederösterreichischer Patientinnen und Patienten in Wiener Krankenhäusern. Die Kampagne wird mit einer Unterschriftenaktion begleitet, die sich an alle Landsleute richtet.
LAbg. Richard Hogl erklärt: „Wir lassen unsere Landsleute nicht im Stich. Auch Herr Hacker hat sich an bestehende Verträge zu halten.“ Hogl kritisiert, dass trotz der 500 Millionen Euro, auf die Niederösterreich für die Behandlung seiner Landsleute verzichtet, immer mehr Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in Wiener Spitälern abgewiesen werden - während Personen mit Wiener Meldezettel behandelt werden, die womöglich noch nie einen Cent in das System eingezahlt haben. „Das lassen wir uns so nicht gefallen. Bei der medizinischen Behandlung von Patienten darf der Meldezettel keine Rolle spielen. Alles andere ist verrückt!“
Dr. Helga Öller ergänzt: „Über 200.000 Niederösterreicher pendeln jeden Tag nach Wien, arbeiten dort und zahlen Steuern und Abgaben – viele davon aus dem Bezirk Hollabrunn. Es kann nicht sein, dass gerade sie in Wiener Spitälern nicht behandelt werden.“ Öller kritisiert in diesem Zusammenhang, dass niederösterreichische Patientinnen und Patienten, die in unmittelbarer Nähe zu Wien wohnhaft sind und für sie ein geeignetes Spital auf der anderen Seite der Stadtgrenze steht, nicht behandelt werden. „In Österreich gilt die freie Arztwahl. Ich habe kein Verständnis, wenn Patientinnen und Patienten im eigenen Land abgewiesen werden. Wir zahlen alle ins gleiche System ein – Wien sollte daher keinen Unterschied bei der Behandlung machen.“
Dr. Öller gibt weiters zu bedenken, dass etliche andere Hauptstädte so viele oder mehr Einwohner wie das ganze Land Österreich haben und versteht nicht, warum dort die medizinische Versorgung funktioniert, in Wien aber nicht.
Hogl und Öller fordern eine rasche Klärung der Situation für die beste medizinische Behandlung der Gastpatientinnen und Gastpatienten: „Wir sagen in aller Deutlichkeit: Schluss mit Blockieren. Wien muss operieren!“
Nähere Informationen, weitere Zahlen und Fakten sowie die Möglichkeit zur Unterstützung der Unterschriftenaktion sind unter www.gastpatienten.at zu finden.
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