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„Sie erzählten, was sie erlebten!“

Erwin Pröll im Gespräch mit Herbert Prohaska

Am Mittwoch, 20. Mai trafen einander Österreichs Fußballikone Herbert Prohaska und Landeshauptmann a.D. Erwin Pröll, Aufsichtsratsvorsitzender der Kultur.Region.Niederösterreich, im Kulturpavillon Brandlhof in Radlbrunn im Weinviertel und erzählten in der Gesprächsreihe „Sie erzählen, was sie erlebten“ aus ihren bewegten Leben. Durch den Abend führte der bekannte ORF-Sportmoderator Rainer Pariasek.

Neben dem Thema Fußball, dass angesichts der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft präsent war, ging es aber vor allem um Persönliches. So erzählte Erwin Pröll von der langjährigen Freundschaft, die ihn mit Herbert Prohaska verbindet und über die Freude, die bei jeder ihrer Begegnungen spürbar wäre. Herbert Prohaska bedankte sich für das Ehrenzeichen, das ihm das Land Niederösterreich einst verlieh und meinte, dass er den ehemaligen Landeshauptmann beim Tennis stets gewinnen ließe, um das gute Verhältnis auch weiterhin zu erhalten. Gemeinsam Fußball gespielt hätten sie allerdings nie. Erwin Pröll outete sich schließlich gegenüber dem Austrianer Herbert Prohaska als Rapid-Anhänger, was dem unterhaltsamen Abend aber keinen Abbruch tat.
Erwin Pröll betonte im Gespräch, dass ihm in seiner aktiven Laufbahn Sport und Kultur stets große Anliegen waren, und zwar nicht nur im Spitzensegment, sondern auch in der Breite. Im Sport erhielte man so die Gesundheit und mit der Kultur die Kreativität der Menschen. Beides wichtige Investitionen in die Zukunft eines Landes. Herbert Prohaska ist Musikliebhaber, von Italo-Pop bis Oper, und neben seiner Fußball-Karriere selbst als Sänger unterwegs gewesen.
Auf die Frage, was eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit ausmache, waren sich beide Podiumsgäste einig, dass neben dem Talent Ausdauer, Disziplin, Teamgeist, aber auch der Mut, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, dazu gehörten. So müsse man manchmal auch jemanden auf die Ersatzbank setzen oder Niederlagen aushalten.
Halt fanden und finden sowohl Herbert Prohaska wie auch Erwin Pröll in ihren Familien. Beide erachten die bescheidenen Verhältnisse und die Bodenständigkeit, in der sie aufgewachsen sind, als prägend für ihr Persönlichkeitsentwicklung. Vor allem für einen Politiker sei „der Kontakt mit allen sozialen Schichten so wichtig wie das Gaberln im Fußball“, so Pröll.
Die abschließende Frage des Moderators Rainer Pariasek lautete, was sie sich wünschen würden, dass kommende Generationen über sie sagen. Darauf meinte Herbert Prohaska: „Er war ein guter Mensch!“ und Erwin Pröll wünscht sich als Resümee seines Lebens: „Er hat es mit dem Land gut gemeint!“.
Das launige Gespräch unterhielt die rund 250 Gäste 90 Minuten lang – mit einer längeren Nachspielzeit, in der unzählige Fotos mit den begeisterten Fans beider Gesprächsteilnehmer gemacht wurden.
Martin Lammerhuber, Holdinggeschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter die Präsidentin von Hilfe im eigenen Land Sissi Pröll, den Präsidenten des NÖ Fußballverbandes Johann Gartner, den jüngst zum weltweit besten Naturfotografen ausgezeichneten und Obmann von ARTSchmidatal Josef Stefan, zahlreiche Fußballfunktionäre der Region und viele mehr.
Für die kulinarische Verpflegung sorgte Karl Riepl aus Hollabrunn.

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