Arbeitslosigkeit steigt weiter! Auch im August Der August hat einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk gebracht. Zum Stichtag am Monatsende waren 1.222 Personen arbeitslos gemeldet, um 80 mehr als noch vor einem Jahr. Bei den Frauen (610) fällt der Anstieg mit einem Plus von 8,7% wieder deutlicher aus als bei den Männern (612), wo es ein Plus zum Vorjahr von 5,3% gibt. |
Inklusive der Schulungsteilnehmer_innen befanden sich zum Monatsende 1.509 Personen im Bezirk auf Jobsuche, um 98 mehr als im August 2025.
Unter dem Niveau von 2025 liegt weiterhin der Bestand an unselbstständig Beschäftigten mit Wohnsitz im Bezirk. Mit 20.616 Beschäftigten (Datenstand Juli) waren es um 1,1% weniger als noch vor einem Jahr.
Die gestiegene Arbeitslosigkeit geht vor allem zulasten der Jobsuchenden der Generationen 50Plus bzw. 60Plus. Mit 456 arbeitslosen Personen in diesen Altersgruppen gibt es einen fast 15%igen Anstieg im Vorjahresvergleich. Erfreulicher präsentiert sich hingegen die Entwicklung in der Altersgruppe bis 25 Jahre, wo es zum Stichtag am Monatsende mit 145 Personen um 15 weniger Jobsuchende (-9,4%) gab.
Arbeitsmarkt und Lehrstellenmarkt
Ende August waren beim AMS Hollabrunn 164 sofort verfügbare Arbeitsstellen gemeldet, um 49 (-23%) weniger als noch im Vorjahr. Gesucht wird weiterhin vor allem im Gesundheitsbereich, in der Metall-und Elektrobranche, im Bau und im Handel. Die anhaltende Arbeitsmarktdynamik zeigt sich auch daran, dass im abgelaufenen Monat 124 Jobsuchende aus dem Bezirk ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme beenden konnten, das waren um 14 (+12,7%) mehr als noch im August des Vorjahres.
In den Sommermonaten wird jeweils der Höchststand an Lehrstellensuchenden erreicht. Ende August waren es 94 beim AMS Hollabrunn, um 17 (+22,1%) mehr als vor einem Jahr. Bei gleichzeitig nur 10 gemeldeten Lehrstellen ist der Gap zwischen Angebot und Nachfrage regional heuer besonders groß.
„Unser Ziel ist es, Jugendliche zu einem Lehrabschluss zu ermutigen. Wenn es direkt in einem Betrieb nicht sofort klappt, bieten wir gemeinsam mit dem Land NÖ und den Sozialpartnern eine gute Alternative durch die Überbetriebliche Lehre“, informiert AMS-Geschäftsstellenleiter Peter Kirchner.
Während einer mehrwöchigen Phase der Berufsorientierung gelingt dabei oft noch der Sprung direkt in einen Ausbildungsbetrieb, andernfalls stehen NÖ-weit 985 Ausbildungsplätze in überbetrieblichen Lehrwerkstätten und Lehrgängen für den Start in eine Fachausbildung zur Verfügung.
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