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Aktuelles

20 Jahre Landschaftspflege!

1.500 geförderte Arbeitsplätze

1997 wurde das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt LANDSCHAFTSPFLEGE in Sitzendorf im Bezirk Hollabrunn vom Arbeitsmarktservice und dem Verein Kulturlandschaft Schmidatal gegründet.

Ziel des Beschäftigungsprojektes war und ist die Arbeitsmarktintegration von langzeitarbeitslosen KundInnen des Arbeitsmarktservice (AMS) Hollabrunn zu forcieren sowie einen wesentlichen Beitrag bei der Pflege der Kulturlandschaft zu leisten. Seither haben sich knapp 1.500 Jobsuchende aus den Bezirken Hollabrunn und auch Tulln im Rahmen einer geförderten Beschäftigung bei der LANDSCHAFTSPFLEGE auf ihren beruflichen Wiedereinstieg vorbereitet. „Rund jede/r dritte von ihnen hat nach der Teilnahme am Projekt eine dauerhafte Anstellung am ersten Arbeitsmarkt gefunden. Ein solides Ergebnis vor dem Hintergrund einer schwierigen Arbeitsmarktlage, die sich erst in diesem Jahr allmählich entspannt“, erklärt der Landesgeschäftsführer des AMS NÖ, Karl Fakler, im Rahmen der 20-Jahr-Feier, zu der auch Landesrat Karl Wilfing gekommen ist.

„Derzeit ist eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt spürbar und wir verzeichnen mit 622.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Beschäftigtenhöchststand. Projekte wie die ‚LANDSCHAFTSPFLEGE‘ tragen wesentlich dazu bei, Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren und sind so ein wichtiger Beitrag für den Weg des Landes NÖ. Alleine bei diesem Projekt konnte in den vergangenen 20 Jahren 1.500 Menschen wieder eine berufliche Perspektive geboten werden. Daher herzlichen Dank an das gesamte Team für die geleistete Arbeit im Dienst der Menschen“, so Landesrat Karl Wilfing bei den Feierlichkeiten zum 20jährigen Geburtstag.

Seit dem Jahr 1997 vermitteln die BeraterInnen des AMS Hollabrunn und auch des AMS Tulln langzeitarbeitslose KundInnen an das Beschäftigungsprojekt LANDSCHAFTSPFLEGE. Hier werden sie für die Dauer von maximal einem halben Jahr im Rahmen eines Transitarbeitsplatzes angestellt. Unterstützt von SozialarbeiterInnen und ArbeitsanleiterInnen haben sie Gelegenheit, sich auf den beruflichen Wiedereinstieg am ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Bei der LANDSCHAFTSPFLEGE stehen 21 dieser Transitarbeitsplätze und 37 Clearing- und Arbeitstrainingsplätze für Langzeitarbeitslose mit besonders intensivem Betreuungsbedarf zur Verfügung. Die Beschäftigungsbereiche bei diesem vom Arbeitsmarktservice und dem Land NÖ geförderten Projekt umfassen Landschafts- und Grünraumpflege sowie eine Produktionswerkstatt, in der Glas-, Dekor-, Holz- und Ökoprodukte wie Nützlingshotels und dergleichen hergestellt werden. Die LANDSCHAFTSPFLEGE bietet ihre Dienstleistungen Gemeinden, gemeinnützigen Vereinen und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie privaten ForstbesitzerInnen sowie privaten Personen an.

Berufliches Sprungbrett für Langzeitarbeitslose – jede/r 3. wieder dauerhaft im Berufsleben
1.498 Personen haben seit der Gründung im Jahr 1997 bereits bei der LANDSCHAFTSPFLEGE gearbeitet. Zuerst nur jobsuchende Männer, ab dem Jahr 1999 wurden auch weibliche Arbeitslose als Transitarbeitskräfte angestellt. Das Projekt ist ein berufliches Sprungbrett für arbeitslose AMS-KundInnen, die es besonders schwer haben, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen: Die Mehrheit der ProjektteilnehmerInnen (61%) kann nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss vorweisen, fast die Hälfte (46%) war vor allem in den letzten Jahren 45 Jahre und älter.

In den Jahren 2007 bis 2015 ist es jedem/jeder 3. ProjektteilnehmerIn gelungen, eine dauerhafte Arbeitsstelle am ersten Arbeitsmarkt zu finden bzw. sich gezielt mit Unterstützung des AMS im Rahmen einer konkreten Qualifizierung darauf vorzubereiten. Allein im Jahr 2015 waren es sogar 37%. „Ein schöner Erfolg, denn trotz Entspannung am Arbeitsmarkt haben es Langzeitarbeitslose und Personen im Alter ab 50 besonders schwer, wieder ins Erwerbsleben zurückzukehren“, weiß AMS-Chef Karl Fakler.

Die Mehrheit der Fördermittel kommt vom AMS NÖ
Das Beschäftigungsprojekt LANDSCHAFTSPFLEGE wurde und wird durch das AMS NÖ, das Land NÖ sowie den Europäischen Sozialfonds (ESF) und andere Einrichtungen finanziell unterstützt. 17% der Kosten erwirtschaftet das Projekt aus seinen Beschäftigungsbereichen. Seit dem Gründungsjahr 1997 haben die Gesamtkosten der LANDSCHAFTSPFLEGE 16 Millionen Euro betragen. Mit fast 11,3 Millionen Euro wurde das Beschäftigungsprojekt vom AMS NÖ gefördert, mehr als drei Millionen Euro kamen vom Land NÖ und weitere rund 1,6 Millionen vom ESF, Gemeinden etc. „Diese Kosten inkludieren auch das Geschäftsjahr 2017, in dem die Fördergeber – Arbeitsmarktservice und Land NÖ – mit 1,3 Millionen Euro die LANDSCHAFTSPFLEGE unterstützen werden“, erklärt Karl Fakler abschließend.

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Im Bild v.l.n.r.: Eva-Maria Himmelbauer, Karl Wilfing, Karl Fakler, Peter Reiss-Eichinger, Martin Reiter, Richard Hogl, Peter Steinbach