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Aktuelles

Saisonspitze der Arbeitslosigkeit erreicht!

1.916 Arbeitslose

Ende Jänner waren beim AMS Hollabrunn 1.916 Arbeitslose erfasst. Um 30 oder 1,5% weniger als vor einem Jahr. Die Summe aller Jobsuchenden – arbeitslos Vorgemerkte und in Ausbildung befindliche Personen – ist mit 2.257 Betroffenen allerdings leicht angestiegen (+0,5%).

Mit dem positiven Landestrend von 9,7% weniger Arbeitslosen kann der Bezirk nicht mithalten. Ein deutliches Plus gibt es bei der Arbeitskräftenachfrage mit 152 freien Stellen, wobei sich der Personalbedarf auf den Handel und Dienstleistungsberufe fokussiert. Fast ein Drittel aller Arbeitslosen kommen dafür nicht in Frage, weil sie über eine Wiedereinstellungszusage und damit eine konkrete Jobperspektive verfügen. Aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe sind in den letzten Wochen im Vergleich zum Vorjahr rund fünf Prozent weniger saisonale Freistellungen erfolgt. „Der Höchststand der Arbeitslosigkeit ist in diesem Winter deutlich unter der 2.000-Marke geblieben“, zieht der AMS-Geschäftsstellenleiter eine erfreuliche Bilanz. Jugendliche im Alter bis 25 Jahre profitieren am meisten von den verbesserten Chancen am Arbeitsmarkt. Lediglich 202 Arbeitslose sind dieser Altersgruppe zuzuordnen. Mit 678 ist die Zahl der Jobsuchenden 50+ mehr als drei Mal so hoch. Sie bilden damit nicht nur ein Drittel aller Arbeitslosen, sondern sind auch überproportional von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen.

Beschäftigungsinitiative 2018
Dem AMS Hollabrunn stehen heuer 780.000,- Euro für Beschäftigungsimpulse in Unternehmen zur Verfügung. „Gefördert werden neue Dienstverhältnisse mit Arbeitslosen, die schlechte Jobchancen haben“, erläutert Josef Mukstadt die Strategie. Dazu zählen Ältere, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderung. Auch die vergleichsweise schlechtere Position von Frauen am Arbeitsmarkt wird berücksichtigt. Das Arbeitsmarktservice offeriert einen Lohnkostenzuschuss, wenn die Arbeitslosigkeit zuvor länger als ein Jahr gedauert hat. Bei über 50-Jährigen bereits nach 6-monatiger AMS-Vormerkung. Bei Männern werden 40% der Lohnkosten für die Dauer von vier Monaten refundiert, bei Frauen werden im ersten Monat die gesamten Lohnkosten übernommen. Für vier weitere Monate liegt der Fördersatz bei 67%. Auch für die Weiterbildung von Beschäftigten gibt es einen AMS-Bonus. Unternehmen können 50% der Kosten von Kursen bzw. Seminaren rückerstattet erhalten, wenn damit eine höherwertige Tätigkeit der MitarbeiterInnen verbunden ist. „Wir wollen mit rascher Vermittlung und ausgesuchten Förderprogrammen bei der Wirtschaft punkten und damit den Beschäftigungskreislauf in Schwung halten“, erklärt Hollabrunns AMS-Chef Mukstadt. Es lohnt sich also im wahrsten Sinn des Wortes, das AMS-Service für Unternehmen in die Personalakquise und Ausbildungsplanung miteinzubeziehen.