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Aktuelles

Rotes Kreuz hatte viel zu tun!

Leistungsbilanz 2017 des Hollabrunner Roten Kreuzes

Das abgelaufene Jahr war für die Bezirksstelle Hollabrunn und seiner Ortsstelle in Haugsdorf mit vielen Herausforderungen verbunden. Nachdem das Bezirksstellengebäude nicht mehr an Anforderungen eines modernen Rettungsdienstes entspricht, wurde mit einem Neubau in unmittelbarer Nähe des Landesklinikums begonnen.

Die Kosten für den Neubau tragen je zu einem Drittel die Gemeinden, das Land NÖ sowie die Bezirksstelle selbst. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2019 geplant und das ehemalige Bezirksstellengebäude wird für den Gesundheit & Sozialdienst weiter verwendet werden.
Bezirksstellenleiter Mag. Stefan Grusch, welcher nach seinem Wechsel in die Bezirkshauptmannschaft nach Gmünd, nun von der Ferne seine Aufgaben wahrnimmt und dabei von seinen Stellvertretern unterstützt wird, freut sich über die finanzielle Unterstützung von Land und Gemeinden.
In der Ortsstelle in Haugsdorf wurde ein Einsatzfahrzeug erneuert und ein Ersatz für den mittlerweile in die Jahre gekommenen zweiten Rettungswagen wurde für 2018 bereits bestellt. Vor Jahresende konnte im Ortsstellenbereich noch das First Responder System in Betrieb genommen werden. Insgesamt werden zirka 40 Sanitäter mit einem Notfallrucksack ausgestattet und von Notruf NÖ im Bedarfsfall alarmiert.

Im Rettungs- und Krankentransport gab es über 19.200 Alarmierungen wobei 891.705 Kilometer zurückgelegt wurden. Der Bezirksstelle stehen derzeit neben dem Notarzteinsatzfahrzeug und 2 Rettungstransportwägen noch 8 Krankentransportwägen sowie 4 Behelfskrankentransportwägen zur Verfügung.
In der Ortsstelle Haugsdorf stehen zusätzlich 2 Einsatzfahrzeuge im Dienst.
Der mittlerweile auf der Dienststelle befindliche Notarzt wurde über 900 mal zu diversen Notfällen gerufen um eine ärztliche Versorgung der Patienten vorzunehmen.
In den Dienststellen Hollabrunn und Haugsdorf sind neben 10 hauptberuflichen Mitarbeitern und 17 Zivildiener auch eine Vielzahl von Ehrenamtlichen tätig. Erfreulich ist vor allem der hohe Anteil von jungen MitarbeiterInnen auf welche Mag. Grusch besonders stolz ist.

Das First Responder System – ehrenamtliche Mitarbeiter, welche nicht im Dienst sind sondern zuhause, werden gemeinsam mit dem Rettungsdienst alarmiert und fungieren somit als Ersthelfer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes - wurde ausgeweitet.

Der Gesundheit & Sozialdienst hat sich in den letzten Jahren zu einem umfangreichen Tätigkeitsbereich entwickelt. Im Jahr 2000 hat die Bezirksstelle den Einstieg in diesem Bereich mit dem Notruftelefon gestartet. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Aufgabenfelder dazu und mit Jahresende 2017 ist die Bezirksstelle stolz auf ihre 17 unterschiedlichen Angebote:

Monatliche Seniorentreffs, Betreutes Reisen, Rufhilfetelefon, Zuhause Essen à la carte, Pflegemittelverleih, Kinderferienbetreuung, Team Österreich Tafel, Krisenintervention, Medikamentenhilfe, Spontanhilfe, Sozialbegleitung, Henryladen uvm.

Die Mitarbeiter des Gesundheit & Sozialdienstes haben in über 15.000 Stunden beinahe 5000 Klienten in diesen Bereichen betreut.

In insgesamt 18 Blutspendeaktionen konnten im abgelaufenen Jahr mehr als 2000 Blutkonserven an die Blutspendezentrale übergeben werden.

Im Bereich der Breitenausbildung wurden Kurse für Führerscheinneuling, Erste Hilfe Kurse für betriebliche Ersthelfer, Auffrischungskurse sowie Säuglings- und Kindernotfallkurse angeboten. Mehr als 500 Personen haben dieses Angebot in Anspruch genommen und tragen damit auch zu einer Verbesserung der Ersthelfer im Bezirk bei.

Erwähnen muss man auch die Aus- und Fortbildung der eigenen MitarbeiterInnen. Im Rettungsdienst gibt es die gesetzliche Fortbildungsverpflichtung, aber auch in den anderen Bereichen nehmen die Mitarbeiter das umfangreiche Ausbildungsangebot in Anspruch. Immer wieder werden auch Führungskräfteausbildungen besucht, sodass nicht nur die eigenen Mitarbeiter davon profitieren, sondern auch die gestellten Aufgaben professionell bearbeitet werden können.


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