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Aktuelles

Erfreuliche Halbjahresbilanz am Arbeitsmarkt!

8,4% weniger Arbeitslose

Zur Jahresmitte gab es im Bezirk Hollabrunn 1.239 Arbeitslose, um 114 oder 8,4% weniger als im Sommer 2017. Weitere 306 Arbeitsuchende befanden sich in einer Schulung. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zieht sich durch alle Altersgruppen und Branchen. Männer (- 12,2% Arbeitslose) profitieren von der positiven Entwicklung deutlich mehr als Frauen (- 3,8%). Die Arbeitskräftenachfrage erreichte mit 234 offenen Stellen einen Höchstwert, das sind um rund 10% mehr freie Jobs als im Vorjahr.

Dank der guten Konjunktur gelingt vielen Jobsuchenden die Rückkehr ins Erwerbsleben. Im Vorfeld müssen häufig Ausbildungs- und Mobilitätsdefizite verringert werden. „Deshalb bündeln wir alle Kräfte, um auch jene in den Arbeitsmarkt zu integrieren, die bislang schwerer Fuß fassen konnten“, so Geschäftsstellenleiter Josef Mukstadt. Dazu gibt es zählbare Erfolge. So konnten heuer um 15,5% mehr Langzeitbeschäftigungslose (Arbeitslosigkeit länger als ein Jahr) und um 8,8% mehr Jobsuchende der Erwerbsgeneration 50+ in Beschäftigung gebracht werden. Die Jugendarbeitslosigkeit hat sich innerhalb der letzten drei Jahre um ein Viertel reduziert. Derzeit sind 148 Personen in dieser Altersgruppe arbeitsuchend vorgemerkt. Neben umfangreichen arbeitsmarktpolitischen Initiativen spielt dabei die demografische Entwicklung eine Rolle. Das macht sich auch am Lehrstellenmarkt bemerkbar, wo es für Ausbildungsbetriebe zusehends schwieriger wird, geeignete SchulabgängerInnen zu finden.

Rasche Stellenbesetzung und zahlreiche Qualifizierungsangebote
Im ersten Halbjahr wurden von der regionalen Wirtschaft 1.508 Arbeitskräfte beim Arbeitsmarktservice angefordert, um 28% mehr als 2017. Der Rekordzugang an gemeldeten offenen Stellen spricht für die gute Konjunktur und das Vertrauen der Unternehmen. Zuletzt wurden 30 Prozent der freien Stellen innerhalb von 10 Tagen und knapp zwei Drittel innerhalb eines Monats besetzt. „79,2% aller Betriebe sind mit den vermittelten Arbeitskräften zufrieden“, verweist AMS-Chef Mukstadt auf das gute Funktionieren der Vermittlungsdrehscheibe. Nichts desto trotz macht sich der Mangel an Fachkräften in einigen Branchen immer deutlicher bemerkbar. So etwa im Bau- und Baunebengewerbe, aber auch in Betreuungs- und Pflegeberufen sowie im Gastgewerbe. Deshalb setzt das AMS eine Reihe von Initiativen, um den Fachkräftemangel in Betrieben zu mildern. So etwa im Rahmen einer arbeitsplatznahen Qualifizierung. Dabei wird Unternehmen die Ausbildung der künftigen Mitarbeiter direkt am neuen Arbeitsplatz ermöglicht. Während der Dauer der Ausbildung finanziert das AMS den Lebensunterhalt der ehemals arbeitslosen Person. Neben der praktischen Qualifizierung im Betrieb wird die theoretische Ausbildung bei einer externen Schulungseinrichtung durchgeführt. Wenn die Ausbildung oder die einschlägige Berufserfahrung von BewerberIinnen schon länger zurückliegen oder Bedenken bezüglich ihrer Belastbarkeit bestehen, können Unternehmen im Rahmen eines vom AMS finanzierten vierwöchigen Arbeitstrainings die persönliche Eignung feststellen. Unternehmen, die eine freie Stelle mit einer arbeitslosen älteren oder einer langzeitarbeitslosen Person besetzen, bietet das AMS mit der Eingliederungsbeihilfe während der Einschulungsphase einen befristeten Lohnausgleich. Damit konnten heuer bisher 129 Dienstverhältnisse initiiert werden. „Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von weiteren Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten, wenn die passende Arbeitskraft nicht zur Verfügung steht“, lädt AMS-Chef Mukstadt Unternehmen ein, diese Angebote zu nutzen.