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Aktuelles

Beschäftigungshoch und Rückgang der Arbeitslosigkeit!

Konstantes Wachstum, ein kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigung

Konstantes Wachstum, ein kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigung um zwei Prozent auf zuletzt 20.533 Beschäftigte (Stand Juli 2018) und ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit um 12,6% kennzeichnen die arbeitsmarktpolitische Hochwetterlage im Bezirk Hollabrunn. Ende August waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) 1.264 Arbeitslose zur Vermittlung und 195 freie Stellen zur Besetzung erfasst.

Wie schon zuletzt profitieren alle Personengruppen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit. Bei Männern (643 Arbeitslose, minus 16,9 Prozent) sinkt die Betroffenheit deutlich stärker als bei Frauen (621, minus 7,6%), bei Jugendlichen (minus 11,7 Prozent) ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit größer als bei über 50-jährigen Arbeitsuchenden (minus 7,8 Prozent). Durch den Anstieg der Arbeitskräftenachfrage schaffen vermehrt benachteiligte Gruppen den Wiedereinstieg ins Berufsleben. So fanden heuer bereits 90 Arbeitsuchende nach mehrjähriger Jobsuche durch intensive Vermittlungsaktivitäten wieder eine Beschäftigung. Die Langzeitarbeitslosigkeit konnte damit um ein Fünftel reduziert werden. Bei Jobsuchenden ohne Ausbildung ist mit 18,2 Prozent ebenfalls ein erfreulicher Rückgang zu verzeichnen. Nichts desto trotz bleibt der Fokus gerade auf diese Gruppe gerichtet, weil mittlerweile fast 42% aller Arbeitslosen – bei Frauen sind es mehr als die Hälfte - über keine Berufsausbildung verfügen. „Wir werden auch im Herbst alles daran setzen, um die Dynamik der Beschäftigungsentwicklung auch für jene zu nutzen, die aufgrund langer Arbeitslosigkeit oder geringer Qualifikation weniger gute Chancen am Arbeitsmarkt haben“, lautet die Devise von AMS-Geschäftsstellenleiter Josef Mukstadt.

Rasche Personalvermittlung und Qualifizierungsangebote
Mehr als 1.500 Arbeitskräfteanforderungen verzeichnete das AMS Hollabrunn seit dem Jahresanfang, um fast ein Drittel mehr als 2017. Der Rekordzugang an gemeldeten offenen Stellen spricht für die gute Konjunktur und das Vertrauen der Unternehmen. Zuletzt wurden 30 Prozent der freien Stellen innerhalb von 10 Tagen und knapp zwei Drittel innerhalb eines Monats besetzt. „79,2% aller Betriebe sind mit den vermittelten Arbeitskräften zufrieden“, verweist AMS-Chef Mukstadt auf das gute Funktionieren der Vermittlungsdrehscheibe. Allerdings zeigt sich immer deutlicher, dass Fachkräfte für einige Branchen am freien Arbeitsmarkt praktisch kaum vorhanden sind. So etwa im Bau- und Baunebengewerbe, aber auch in Betreuungs- und Pflegeberufen sowie im Gastgewerbe. Deshalb setzt das AMS eine Reihe von Initiativen, um den Fachkräftemangel in Betrieben zu mildern. Die arbeitsplatznahe Qualifizierung ist eine dieser Möglichkeiten. Dabei wird Unternehmen die Ausbildung der künftigen Mitarbeiter direkt am neuen Arbeitsplatz ermöglicht. Während der Dauer der Ausbildung finanziert das AMS den Lebensunterhalt der ehemals arbeitslosen Person. Neben der praktischen Qualifizierung im Betrieb wird die theoretische Ausbildung bei einer externen Schulungseinrichtung durchgeführt. Wenn die Ausbildung oder die einschlägige Berufserfahrung von BewerberInnen schon länger zurückliegen oder Bedenken bezüglich ihrer Belastbarkeit bestehen, können Unternehmen im Rahmen eines vom AMS finanzierten vierwöchigen Arbeitstrainings die persönliche Eignung feststellen. „Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von weiteren Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten, wenn die passende Arbeitskraft nicht zur Verfügung steht“, lädt AMS-Chef Mukstadt Unternehmen ein, diese Angebote zu nutzen.