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Aktuelles

Neues Verfahren zur Behandlung von Sodbrennen!

Landesklinikum Hollabrunn

Das Team der chirurgischen Abteilung im Landesklinikum Hollabrunn wendet für die optimale chirurgische Versorgung von Zwerchfellbrüchen (Hiatushernien) und dem damit im Zusammenhang stehenden Sodbrennen seit Kurzem ein innovatives, endoskopisches Therapieverfahren, die so genannte GERDX-Endoplikatio, an.

In Ländern der westlichen Welt leidet jeder 5. Erwachsene an symptomatischem Sodbrennen (Quelle: Der Gastroentrologe 2/16). Sodbrennen, das durch das Rückfließen sauren Mageninhaltes verursacht wird. Zusätzlich zum sauren gibt es den sogenannten galligen Reflux, der für den Langzeitverlauf bedrohlicher ist.

Die konservative Therapie bei Sodbrennen vermag durch gezielte Blockade der Säureproduktion die Symptome bei einem großen Teil betroffener Patienten zu reduzieren und so überwiegend Beschwerdefreiheit zu erreichen. Nicht unterbunden wird dadurch aber der Reflux (Rückfluss, sauer und gallig) von Mageninhalt in die Speiseröhre. Dazu ist die chirurgische Wiederherstellung eines funktionierenden „Verschlussapparates“ notwendig.

Primarius Dr. Franz Hoffer, Leiter der chirurgischen Abteilung am Landesklinikum Hollabrunn, dazu: „Bei dieser neuen Operationsmethode wird durch Nähte eine Magenvollwandfalte am Mageneingang gebildet, die das Rückfließen von Mageninhalt verhindert. Voraussetzung ist eine sehr gute Abklärung der Funktionsstörung von Speiseröhre und Magen, die ebenfalls an unserer chirurgischen Abteilung erfolgen kann.“

Mittels der Funktionsdiagnostik (pH- Metrie und Manometrie) kann festgestellt werden, ob diese neue Methode für die jeweilige Patientin bzw. den jeweiligen Patienten einsetzbar ist. Der Vorteil ist neben der Möglichkeit des rein endoskopischen, also schnittlosen Vorgehens, auch die sehr kurze Spitalsaufenthaltsdauer und die nur wenige Tage notwendige körperliche Schonung.

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