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Aktuelles

Niedrigste Winterarbeitslosigkeit seit 16 Jahren!

9,8% weniger als im Vorjahr

Ende Jänner wurden im Arbeitsmarktservice 1.729 Arbeitslose gezählt, um 187 oder 9,8% weniger als im Vorjahr. Der Bezirk Hollabrunn verzeichnete damit nach Horn (-11,3%) den größten Rückgang der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich.

Rechnet man in Schulung befindliche Jobsuchende dazu – diese werden in der Statistik nicht als arbeitslos gezählt und sind um 41 weniger als im Vorjahr – ist der Rückgang in Hollabrunn mit 10,1% ebenfalls zweistellig. Die gute Konjunktur und gestiegene Kaufkraft macht sich in allen Branchen, allen voran dem Handel bemerkbar. Der florierenden Bauwirtschaft kam der über weite Strecken verhältnismäßig milde Winter entgegen. Die Arbeitskräftenachfrage liegt mit 165 offenen Stellen um etwa neun Prozent höher als der langjährige Durchschnitt. Das führte dazu, dass es im Bezirk im ersten Monat des Jahres so wenige Jobsuchende gab, wie schon lange nicht. „Im Jänner 2003 war die Saisonspitze der Arbeitslosigkeit zuletzt niedriger, als das momentan der Fall ist“, muss AMS-Geschäftsstellenleiter bereits weit in die Statistik zurück schauen, um vergleichbare Zahlen zu finden.

Bessere Jobchancen auch für Anlernkräfte
Besonders erfreulich ist, dass Frauen von der guten Beschäftigungslage mit einem Rückgang um 9,1% nahezu gleich profitieren wie Männer (-10,2%). Durch die gute Konjunktur vergrößern sich auch die Arbeitsplatzchancen für die ältere Erwerbsgeneration. Bei den über 50-Jährigen gibt es um 4,9% weniger Arbeitslose. Dennoch ist jeder dritte Arbeitsuchende dieser Altersgruppe zuzurechnen. Deutlich verbessert haben sich die Jobaussichten für Anlernkräfte und Langzeitarbeitslose. „Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Jobsuchenden, die nicht mehr als den Pflichtschulabschluss vorweisen können, um fast 100 Personen oder 11,8% und die Langzeitarbeitslosigkeit um ein Fünftel zurückgegangen," verweist AMS Hollabrunn-Chef Mukstadt auf intensive Vermittlungsbemühungen, um einerseits den Arbeitskräftebedarf der Wirtschaft abzudecken und andererseits auch bildungs- oder arbeitsmarktferne Gruppen in das Erwerbsleben zu integrieren. Geht man davon aus, dass 42% aller Arbeitslosen über keine Berufsausbildung verfügen, lässt sich die Bedeutung dieses Potenzials sowohl für die Jobvermittlung als auch für eine Qualifizierung erkennen.