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Aktuelles

Geister- und Sagenwanderung in Hart-Aschendorf!

Schatzsuche mit Geistern und Sagengestalten

Das Thema Grenzgänger zog sich durch die diesjährige Geister- und Sagenwanderung am sagenumwobenen Dernberg. Sogar das Wetter unterwarf sich diesem Motto: Die Grenze zu Regenschauer und Sonnenschein während der Wanderung überbrückte ein doppelter Regenbogen.

„Auf zum Schatz“, hieß es bei der Geister- und Sagenwanderung in Hart-Aschendorf. Was ursprünglich als Teil des Wullersdorfer Ferienspiels begann, fand heuer schon zum 15. Mal statt.
Auf die Besucher warteten 17 Stationen, in denen Sagen aus der Region präsentiert wurden. Anhand einer Schatzkarte wurden die Teilnehmer durch die Stationen gelotst, bei denen sie mit viel Humor nachgespielte Sagen, Fragen und Aufgaben erwarteten, ehe am Ende des Programms ein Schatz abgeholt werden konnte.
Mühe, Arbeit, Herzblut, 70 Akteure und 20 Freiwillige
„Es steckt sehr viel Mühe, Arbeit und Herzblut dahinter“, verweist der Obmann des Dorferneuerungsvereins, Franz Seidl, auf die selbstgemachten Requisiten und Kostüme. Dabei konnten er und Lisl Tadinik auf die Hilfe von 70 Akteuren und mindestens 20 Helfern in anderen Bereichen zählen. Im Anschluss an die Wanderung wartete mittelalterliche Musik von den „Feigenknechten“ am Lagerfeuer. Bei so vielen Angeboten und beteiligten Personen kann es schon turbulent werden: „Es ist nicht einfach, alles unter einen Hut zu bringen“, erklärte Tradinik.
Heuer stand die Wanderung ganz im Zeichen der Grenzgänger. Das habe sich 30 Jahre nach der Grenzöffnung zu Tschechien gut angeboten. Das Thema wurde anhand der Sagen aufbereitet und es wurde versucht, aktuelle Einflüsse miteinzubeziehen.
Fußabdrücke für "Weg der Tausend Füße"
Beispielsweise stellte eine Station ein Kunstprojekt dar. Dort wurden die Fußabdrücke der Wanderer in Ton verewigt. Nächstes Jahr sollen die gebrannten Tonplatten am "Weg der Tausend Füße“ aufgelegt werden. Dieses Projekt soll den ökologischen Fußabdruck der Menschen symbolisieren und so zum Überdenken des eigenen Tuns anregen.
Gleichzeitig fungiert es als Erinnerung, dass diese Generation nicht die erste auf der Erde war. Laut Seidl habe es früher viele Hochkulturen gegeben, die nun nicht mehr existieren. So werde ein Wandel der Menschheit symbolisiert. Der Hintergrund dieser Aktion: „In Sagen kommt der Herrgott oft auf die Welt, um auf die Menschen zu schauen. Dabei betet er und hinterlässt auch Spuren für die Menschen“, führt Seidl aus.
Auch bei schlechtem Wetter große Gaude
Die von vielen Bewohnern liebgewonnene Veranstaltung muss allerdings immer wieder mit dem Wetter kämpfen. „Wiederkehrend wie Weihnachten“, scherzten die Akteure beim Regen vor dem Beginn, ließen sich aber den Spaß nicht nehmen. „Man sieht, wir haben auch bei schlechtem Wetter eine Gaude“, war sich Seidl sicher, wünschte sich aber dennoch, dass „wir hoffentlich nicht nass werden“.
Dieser Wunsch wurde zwar nicht ganz erfüllt, aber dafür sorgte ein doppelter Regenbogen nach einem kurzen Schauer für Begeisterung bei Groß und Klein.

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