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Aktuelles

Antrag betreffend transparente Nährwertangaben!

Volkspartei Niederösterreich

Irreführendem Ampelsystem der EU wurde vom NÖ. Landtag abgelehnt. LAbg. Hogl ist verwundert, dass SPÖ und Grüne pro internationaler Konzerne stimmten.

Schon aktuell werden bei Lebensmittel Angaben zum Energiegehalt und zu den Nährwerten verpflichtend ausgewiesen, was Konsumenten wichtige Informationen zu den Produkten bietet. Darüber hinaus laufen aktuell auf EU-Ebene Diskussionen die verpflichtende Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite von Verpackungen inklusive der Festlegung von Nährwertprofilen rechtlich zu verankern. Im Rahmen dieser Überlegungen wird auch immer wieder der „Nutri-Score“ (fünffärbige Skala mit den Buchstaben A bis E) als Beispiel für diese Kennzeichnung genannt. Dieses System wird der aktuell z.B. in Frankreich oder Deutschland freiwillig angewendet, beziehungsweise von großen internationalen Konzernen forciert wird. Diese Systematik System würde dazu führen, dass beispielsweise Österreichische Butter oder österreichisches Rapsöl mit „Nutri-Scores“ wie C und E bewertetet würden, wohingegen Coca Cola Zero mit B bewertet wird. Stark verarbeitete Produkte wie eine Fertigpizza wiederum erlangen den besten Score mit A, während Obst oder Gemüse gar nicht bewertet werden. Einfach verarbeitete Produkte wie Parmesan werden für sich betrachtet mit D, Olivenöl mit C und Nudeln mit A bewertet. Hingegen stark verarbeitete Nudelgerichte in Form von Fertiggerichten in denen zwar auch Olivenöl und Parmesan sowie eine Vielzahl weiterer Zusatzstoffe enthalten sind, erhalten die Bewertung A. Dies erscheint nicht sachlich gerechtfertigt, vielmehr sogar absurd.
Gefordert wird daher ein Stopp dieser verpflichtenden Einführung von Nährwertprofilen um Konsumenten nicht zu irrezuleiten und um traditionelle Produkte oder wenig verarbeitete Lebensmittel nicht schlechter zu stellen.
Berichterstatter LAbg. Richard HOGL zeigte sich nach der Abstimmung verwundert, dass sich SPÖ und Grüne dieser Ablehnung nicht anschließen konnten und sich so für einen Vorteil von internationalen Konzernen stimmten.

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