Weinviertel-Tag neu gedacht! Studierende entwickeln frische Konzepte für mehr Beteiligung Die vier LEADER-Regionen im Weinviertel (Weinviertel Ost, Weinviertel-Manhartsberg, Weinviertel-Donauraum und Marchfeld) veranstalten jährlich im Frühjahr den Weinviertel-Tag – auch bekannt als „Tag der Fahne“. Dieser markiert traditionell den Start in die Ausflugssaison und rückt die vielfältigen Freizeitangebote der Regionen ins Zentrum. |
Ziel ist es, der eigenen Bevölkerung das Weinviertel schmackhaft zu machen und die verbindenden Elemente der Region hervorzuheben – vom Radfahren über den Besuch von Schlössern und Kellergassen bis hin zu Weinstraßen und gelebter Geschichte.
Bisher war der Weinviertel-Tag vor allem als Pressetermin konzipiert. Um ihn künftig stärker in der Bevölkerung zu verankern und die Beteiligung zu erhöhen, haben die vier LEADER-Regionen im Weinviertel einen neuen Weg eingeschlagen: Studierende der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik wurden im Rahmen ihres Bachelorstudiums Agrarpädagogik eingeladen, den Weinviertel-Tag neu zu denken und weiterzuentwickeln.
Unter der Leitung von Vizerektorin Elisabeth Hainfellner, die selbst erfahrene LEADER-Managerin war, beschäftigten sich acht Studentinnen im Rahmen der Lehrveranstaltung „Partizipation und nachhaltige Entwicklung“ intensiv mit dieser Aufgabenstellung. Nach einer gemeinsamen Exkursion ins Weinviertel – bei der unter anderem die Kellergassen von Poysdorf, die Historie des Weinviertels sowie die charakteristische Landschaft kennengelernt wurden – erarbeiteten die Studentinnen vier innovative und praxisnahe Konzepte.
Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik präsentiert. So kamen z.B. Ideen, wie eine Weinviertel-Messe, die Vereine und Initiativen aus allen LEADER-Regionen sichtbar macht und den Austausch stärkt, oder „Die Orangene Spur“, eine digitale Schnitzeljagd, die junge Menschen spielerisch zu besonderen Orten der Region führt. Weiters gab es auch Ideen, wie einen regionalen Gemeinschaftstag mit zeitgleichen Festen in allen vier Regionen oder ein dezentraler Weinvierteltag zum Erleben, bei dem die Bevölkerung selbst aktiv mitgestaltet und regionale Identität nachhaltig erlebbar wird.
Die Vertreterinnen der vier LEADER-Regionen im Weinviertel – Christine Filipp, Sonja Eder, Renate Mihle und Marlene Nagl – erkannten, welche große Herausforderung diese Aufgabenstellung mit sich brachte. Die kreativen Ausarbeitungen, zahlreiche wertvolle Impulse und der frische Blick der Studierenden ist für die Weiterentwicklung des Produkts sehr wertvoll. Die vorgestellten Ideen müssen nun auf ihre Machbarkeit geprüft werden.
Die LEADER-Regionen im Weinviertel bedanken sich herzlich bei der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik sowie bei Vizedirektorin Elisabeth Hainfellner und den engagierten Studentinnen für die bereichernde Zusammenarbeit und die inspirierenden Konzepte für das Weinviertel.
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