Direktvermarktungs-Stammtisch! Neue Ideen, Austausch, Qualität und Kooperation im Mittelpunkt Die LEADER Region Weinviertel-Manhartsberg lud Mitte Februar im Rahmen des LEADER Projektes KOSTbares Weinviertel neuerlich zum Direktvermarktungs-Stammtisch in die Bezirksbauernkammer Hollabrunn, wo sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Branche über aktuelle Entwicklungen, Vermarktungswege und gemeinsame Perspektiven austauschten. |
Die Teilnehmenden genossen einen informativen und abwechslungsreichen Vortrags- und Verkostungsabend und erhielten einen Überblick darüber, welche Möglichkeiten sich durch Zusammenarbeit, Qualitätsorientierung und regionale Sichtbarkeit ergeben.
Nach der Begrüßung durch Kammerobmann Bgm. Friedrich Schechtner und der neuen Projektmitarbeiterin Martina Schechtner, die online zugeschalten war, präsentierte LEADER GF Renate Mihle die Aktivitäten, Unterstützungsangebote und Schwerpunkte für die Direktvermarktungsbetriebe der Region, die alle auf der Webseite www.kostbares-weinviertel.at einfach und schnell zu finden sind.
Anschließend erörterte Harald Naderer als Vertreter der bäuerlichen Direktvermarkter die Qualitäts- und Vermarktungsplattformen „Gutes vom Bauernhof“ sowie „Top-Heurige“ der NÖ. Landwirtschaftskammer. Der Vortrag zeigte praxisnah, wie klare Qualitätskriterien Vertrauen schaffen und eine professionelle Positionierung am Markt erleichtern können.
Sehr anschaulich war auch der Beitrag zum Slow-Food-Village Retz und dem Genussmarkt am Retzer Hauptplatz. Michael Vesely zeigte auf, wie regionale Lebensmittelkultur durch Veranstaltungen, Bildungsarbeit und Zusammenarbeit mit Gastronomie und Schulen gestärkt werden kann.
Ein weiterer Programmpunkt widmete sich neuen Absatzwegen: Waldemar Pöchhacker präsentierte die Initiative „Ja zu Nah“ und stellte Kooperationsmöglichkeiten mit Großküchen vor, bei denen landwirtschaftliche Betriebe ohne Zwischenhandel liefern können. Dabei wurden Vorteile wie faire Preisgestaltung, Planungssicherheit und Zeitersparnis hervorgehoben.
Erna Albertz von ‚Gutes vom Gutshof‘ präsentierte die Vorteile der Marktgärtnerei, die für kleinstrukturierte DV-Betriebe auf bio-regenerativer Grundlage mit Flächen bis etwa 1 ha im Vollerwerb regionales Gemüse über direkte Vermarktungswege unterstützt, sei es durch Info.materialien, Online-Austausch, Blogs sowie Forschungsprojekte.
Besonderes Interesse weckte schließlich auch der Impuls von Doris Winkler aus Niederhollabrunn. Unter dem Motto „echt Weinviertel. ehrlich. genial.“ stellte sie ihre Idee für neue Kooperationen vor – von Einkaufsgemeinschaften bis hin zu einheitlichem Design und Verarbeitung. Ziel ist es, Kräfte zu bündeln, Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Wiedererkennbarkeit regionaler Produkte zu erhöhen.
Ein bewegender Moment des Abends war das Dankeschön an Christine Schönhofer für ihre langjährige Mitarbeit und engagierte Unterstützung bei der Umsetzung des „Kostbaren Weinviertels“. Obm. Fritz Schechtner und Renate Mihle würdigten ihr großes Engagement für die Direktvermarktung in der Region.
Abgerundet wurde der Stammtisch durch eine Verkostung köstlicher, regionaler Spezialitäten mit kreativen Variationen von Obstsäften, Aufstrichen und selbstgebackenem Brot aus dem Retzerland, milde bis ganz scharfe Pfefferoni aus dem Schmidatal sowie regionales Popcorn und Birnenschaumwein aus dem Hollabrunner Raum. Dabei bot sich ein genussvoller Rahmen für vertiefende Gespräche und persönlichem Austausch.
Der Stammtisch zeigte einmal mehr, wie viel Potenzial in Vernetzung, gemeinsamen Ideen und regionaler Zusammenarbeit steckt – und dass die Direktvermarktung im Weinviertel weiterhin voller Entwicklungsmöglichkeiten ist.
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Im Bild v.l.n.r.: Obm. Friedrich Schechtner, Michael Vesely, Erna Albertz, Waldemar Pöchhacker, Renate Mihle und Harald Naderer gaben viele Inputs für mehr Vernetzung und Zusammenarbeit in der Direktvermarktung.
Foto: LEADER Region Weinviertel-Manhartsberg
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