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Aktuelles

Durchgängig mehr Arbeitslose!

Halbjahresbilanz

Der Blick zurück auf die vergangenen Monate des heurigen Jahres zeigt eine durchgängig höhere Arbeitslosigkeit im Bezirk im Vergleich zum Vorjahr.

Arbeitsmarktbericht Juni und Halbjahresbilanz
Auch nach dem Auslaufen von saisonalen Effekten Ende März konnte das Vorjahresniveau nicht mehr erreicht werden. So veranschaulichen die Zahlen zur Arbeitsmarktdynamik, dass bereits seit April, jeweils im Vorjahresvergleich, weniger Personen arbeitslos wurden, gleichzeitig aber auch die Arbeitsaufnahmen von Jobsuchenden unter dem Niveau von 2025 zurückblieben.

Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten mit Wohnsitz im Bezirk (Stand Mai) ist um 1,3% auf 20.323 Personen gesunken. Die regionale Arbeitslosenquote, ebenfalls Stand Mai, auf 5,4% (+0,6%) gestiegen. In Niederösterreich lag die Arbeitslosenquote im Mai bei 6,2%.

So spiegelt sich die schwierige, weil unsichere wirtschaftliche Lage auch in den aktuellen Juni-Zahlen zur Jahresmitte wider. Ende des Monats wurden im Bezirk 1.144 Arbeitslose gezählt, inklusive der Schulungsteilnehmer_innen waren 1.478 Personen auf Jobsuche, um 171 bzw. 13,1% mehr als noch vor einem Jahr.

Wie schon in den Vormonaten steigt besonders kräftig die Arbeitslosigkeit von Frauen (569 bzw. +21,3%). Mit 575 arbeitslosen Männern waren um 3,4% mehr auf Jobsuche als noch im Juni 2025.

Zum Stichtag am Monatsende waren 228 Stellen beim AMS Hollabrunn gemeldet. Das Stellenangebot ist zwar insgesamt rückläufig (-17,7%), die Nachfrage im Bereich der Fachkräfte aber weiterhin anhaltend. „Offene Stellen rasch zu besetzen und Arbeitslosigkeit kurz zu halten, darauf legen wir weiterhin unseren Fokus“, erklärt AMS-Geschäftsstellenleiter Peter Kirchner. Seit Jahresbeginn wurden bereits fast 4.000 Vermittlungsvorschläge an arbeitsuchende Kund_innen ausgegeben. Allein im letzten Monat waren das 698 konkrete Jobangebote.

Das Anwachsen von Langzeitarbeitslosigkeit im Bezirk zu verhindern, ist ein weiterer Schwerpunkt für die kommenden Monate. Vor allem für die ältere Erwerbsgeneration und für Jobsuchende mit gesundheitlichen Problemen hat sich das Risiko dafür zuletzt deutlich erhöht. „Neben der Vermittlungsarbeit setzen wir dabei vor allem auf Qualifizierung, Trainings in Betrieben oder finanzielle Eingliederungsbeihilfen zur Erleichterung der Rückkehr in den Arbeitsmarkt“, so Kirchner.

Von Jänner bis Juni ist es 1.243 Jobsuchenden im Bezirk Hollabrunn gelungen, ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme zu beenden. Darunter waren 193 junge Menschen bis 25 Jahre und 176 Personen der Generation 55Plus.