Die von der Nationalparkverwaltung Podyjí und dem Nationalpark Thayatal organisierte Veranstaltung bot Einblicke in aktuelle Forschung und Langzeitbeobachtungen in beiden Nationalparks und zeigte, wie wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die praktische Naturschutzarbeit einfließen. Die Konferenz fand im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts BioReMo statt.
An den Konferenztagen standen insgesamt 20 Fachvorträge in fünf thematischen Blöcken auf dem Programm. Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsergebnisse ebenso wie langfristige Veränderungen von Arten und Lebensräumen und die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse für die Planung und Umsetzung konkreter Naturschutzmaßnahmen genutzt werden können. Denn viele Entscheidungen im Management der Nationalparks bauen unmittelbar auf den Ergebnissen langjähriger Forschung und Beobachtung auf.
Auch das Verhältnis zwischen Nationalpark und Mensch fand im Programm seinen Platz – etwa mit Beiträgen zu Besucher:innen, Tourismus und der Wahrnehmung des Schutzgebiets durch die lokale Bevölkerung. Ergänzt wurden die Vorträge durch eine Postersektion mit unterschiedlichen Beiträgen der Wissenschaftler:innen, beispielsweise zu Biodiversität, Geomorphologie und praktischem Naturraummanagement.
Ein weiterer Schwerpunkt der Vorträge lag auf der grenzüberschreitenden Abstimmung von Monitoringmethoden. Im Rahmen des Projekts BioReMo arbeiten Fachleute aus Österreich und Tschechien daran, Erhebungsmethoden stärker zu harmonisieren und damit vergleichbare Daten über die Staatsgrenze hinweg zu schaffen. Gleichzeitig zeigte die Konferenz die breite Einbindung der Forschung in den Nationalparks Podyjí und Thayatal in nationale und internationale Projekte. Der gemeinsame Blick auf einen Naturraum, der zwar durch eine Staatsgrenze geteilt wird, ökologisch jedoch eine Einheit bildet, ist eines der zentralen Anliegen von BioReMo.
Das wissenschaftliche Programm wurde durch Exkursionen in beide Nationalparks ergänzt. Im Nationalpark Podyjí standen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität thermophiler Lebensräume im östlichen Teil des Schutzgebiets im Mittelpunkt. Zum Abschluss führte eine Exkursion in den Nationalpark Thayatal, wo die Teilnehmenden die besondere Vielfalt des Thayatals sowie neue Besucherinfrastruktur kennenlernten.
Die Konferenz machte damit deutlich, welche Bedeutung langfristiges Monitoring für einen wirkungsvollen Naturschutz hat und welchen Mehrwert die enge Zusammenarbeit zwischen dem tschechischen Nationalpark Podyjí und dem österreichischen Nationalpark
Thayatal bietet. Gleichzeitig schuf das persönliche Treffen Raum, um Forschungsergebnisse zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Ansätze für die weitere grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu entwickeln.
Die Konferenz fand im Rahmen des Projekts BioReMo (ATCZ00178) statt, das im Rahmen des Interreg-Programms Österreich-Tschechische Republik durchgeführt wird.
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