Ein großartiger Erfolg für den österreichischen Rettungshundesport: Thomas Kölbl erreichte gemeinsam mit seiner Hündin Diabolos Cordum Anuk bei der IRO-Rettungshunde-Weltmeisterschaft 2026 in Codogno, Italien, den Vizeweltmeistertitel in der Flächensuche.
Das Team ging für den Österreichischen Verein der Diensthundeführer (ÖVD) an den Start und überzeugte bei der internationalen Meisterschaft mit einer Gesamtleistung von 268 Punkten. In der Flächensuche erzielten Thomas Kölbl und Anuk 187 Punkte, in der Unterordnung weitere 81 Punkte. Damit sicherten sie sich den hervorragenden zweiten Platz und den Titel des IRO-Vizeweltmeisters 2026.
Einsatzbereit für internationale Katastrophen
Thomas Kölbl und Anuk sind nicht nur im internationalen Rettungshundesport erfolgreich, sondern auch für den Ernstfall vorbereitet. Das Team verfügt über die Einsatzfähigkeit im Rahmen der AFDRU (Austrian Forces Disaster Relief Unit) und ist damit für internationale Katastrophenhilfseinsätze qualifiziert.
Solche Einsätze können nach schweren Naturkatastrophen wie Erdbeben oder nach Unglücksfällen wie Gasexplosionen erforderlich werden. Wenn Gebäude einstürzen und Menschen unter Trümmern verschüttet werden, können speziell ausgebildete Rettungshunde einen entscheidenden Beitrag leisten, um Verschüttete aufzuspüren und den Einsatzkräften Hinweise auf mögliche Überlebende zu geben.
Die Vorbereitung auf solche Einsätze verlangt regelmäßiges Training, hohe Belastbarkeit und eine zuverlässige Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund. Das Team muss auch unter schwierigen Bedingungen konzentriert arbeiten und sich aufeinander verlassen können.
Auch auf nationaler Ebene engagieren sich Thomas Kölbl und Anuk in der Rettungshundearbeit. In der Flächensuche sind sie für die Rot Kreuz Suchhunde Hollabrunn tätig und unterstützen damit die Suche nach vermissten Personen. Dabei geht es nicht um sportliche Platzierungen, sondern darum, Menschen in Not zu helfen und Angehörigen Gewissheit zu geben.
Österreich auf dem Podest
Auch in der Nationenwertung gab es Grund zur Freude: Österreich erreichte bei der IRO-Weltmeisterschaft 2026 den dritten Platz. Den ersten Rang belegte Tschechien, gefolgt von Slowenien auf Platz zwei.
Der Vizeweltmeistertitel von Thomas Kölbl und Anuk ist das Ergebnis intensiver Trainingsarbeit, großer Einsatzbereitschaft und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Gerade in der Rettungshundearbeit sind gegenseitiges Vertrauen, Ausdauer, Konzentration und eine zuverlässige Suchleistung entscheidend.
Die IRO-Weltmeisterschaft zählt zu den internationalen Höhepunkten des Rettungshundesports. Die teilnehmenden Teams stellen ihr Können in anspruchsvollen Disziplinen unter Beweis und zeigen, wie viel Ausbildung, Zeit und Engagement hinter einer solchen Leistung stehen.
Auch DogTrainer Daniel Oeler aus Großharras freut sich über diesen besonderen Erfolg. Der Vizeweltmeistertitel ist eine Anerkennung für die anspruchsvolle Rettungshundearbeit und zeigt, wie wichtig eine konsequente Ausbildung sowohl für sportliche Spitzenleistungen als auch für die Vorbereitung auf reale Einsätze ist.
Mit dem Vizeweltmeistertitel in der Flächensuche und dem dritten Platz in der Nationenwertung kehrt Österreich erfolgreich von der IRO-Weltmeisterschaft 2026 aus Italien zurück.
Ein internationaler sportlicher Erfolg und zugleich ein starkes Zeichen für die Rettungshundearbeit: Thomas Kölbl und Anuk verbinden sportlichen Ehrgeiz mit der Bereitschaft, im Ernstfall Menschen in Not zu helfen.
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